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KI-Video-Tools im Vergleich: Synthesia vs. HeyGen und mehr

Ein ehrlicher Vergleich von KI-Videotools fürs Marketing. Avatar-Plattformen, generatives Video und welches Werkzeug zu deinem Arbeitsablauf passt.

Robert Soares

KI-Videoerstellung hat sich in zwei klar getrennte Kategorien aufgespalten. Avatar-Plattformen wie Synthesia und HeyGen erstellen Sprechkopf-Videos aus Textskripten. Generative Plattformen wie Google Veo und Runway erzeugen cineastisches Video aus Anweisungen.

Beides hat echte Anwendungsfälle für Marketingteams. Die Frage ist, welche Art Video du wirklich brauchst.

Laut Branchenzahlen nutzen 89 % der Unternehmen inzwischen Video als Marketing-Werkzeug, und fast die Hälfte der Marketingfachleute (49 %) verwendet KI-Videoerstellung in ihren Abläufen. Der Markt soll von 534 Millionen Dollar im Jahr 2024 auf über 2,5 Milliarden Dollar bis 2032 wachsen.

Hier ist die ehrliche Aufschlüsselung: was funktioniert und was nicht.

Schnelle Entscheidungshilfe

Wenn du brauchst…NimmWarum
Schulungs- und Onboarding-VideosSynthesiaUnternehmenssicherheit, 230+ Avatare
Schnelle Social-ErklärvideosHeyGenSchneller, mehr kreative Flexibilität
Cineastischen Marketing-InhaltGoogle VeoBeste Qualität bei generativem Video
Mehrsprachige InhalteHeyGen175+ Sprachen, natürliche Lippensynchronität
Stark regulierte BranchenSynthesiaSOC 2 Type II, Fortune 100 vertraut
Budgetbewusste ErstellungCapCut oder InVideoBeste Gratis-Tarife

Avatar-Plattformen: Synthesia vs. HeyGen

Diese Werkzeuge erstellen Videos, in denen KI-Avatare dein Skript sprechen. Text tippen, Avatar wählen, Video bekommen. Keine Kamera, keine Darsteller, kein Studio nötig.

Synthesia: die Wahl für Unternehmen

Synthesia ist seit 2017 im KI-Video-Bereich. Sie haben sich klar auf Unternehmen ausgerichtet: Schulung, Onboarding und interne Kommunikation.

Worin Synthesia stark ist:

Die Avatar-Bibliothek ist riesig. Laut Vergleichstests von WaveSpeedAI zeigte Synthesia im Test im Oktober 2025 einen Katalog mit 230+ Standard-Avataren, während HeyGen bei ungefähr 100 lag.

Unternehmenssicherheit ist ein echter Unterschied. Laut Synthesias eigenen Angaben ist Synthesia die sicherste KI-Video-Plattform für Unternehmen und wird von über 90 % der Fortune 100 genutzt. SOC 2 Type II-Konformität, erweiterte Sicherheitsoptionen und Integrationen in Unternehmenswerkzeuge sind Kernfunktionen.

Gerade für Schulung und Weiterbildung hat Synthesia Funktionen gebaut, die zählen: Abläufe fürs Skript-Editing, Werkzeuge für konsistente Markenführung und Analysen, um Video-Engagement in Trainingskontexten zu messen.

Synthesia 3.0 führt Video Agents ein für Unternehmenskunden Anfang 2026. Damit werden interaktive Trainingsvideos möglich: Der Avatar pausiert, stellt Fragen und reagiert je nach Antworten der Zuschauenden. Das ist ein deutlicher Sprung weg vom passiven Video.

Was Synthesia nicht gut kann:

Kreative Freiheit ist begrenzt. Die Plattform ist auf professionellen, unternehmensnahen Inhalt optimiert. Wenn du verspielt, kantig oder bewusst unkonventionell auftreten willst, können sich die Optionen eng anfühlen.

Die Ausgabelimits sind streng. Laut Vergleichsanalyse erlaubt Synthesia im günstigsten bezahlten Plan nur 10 Minuten Video pro Monat. Für Teams mit hohen Volumina skaliert der Preis schnell nach oben.

Preise:

Laut Skyworks Review startet Synthesia bei $18/Monat mit begrenzten Minuten. Für Unternehmenspläne braucht es Gespräche mit dem Vertrieb.

HeyGen: die Wahl für Kreative

HeyGen positioniert sich anders: schnelle Inhaltserstellung, mehr kreative Flexibilität und Funktionen, die für einzelne Kreative und Marketingfachleute attraktiv sind, nicht nur für Schulungsteams.

Worin HeyGen stark ist:

Die Sprachunterstützung ist außergewöhnlich. Laut Colossyans Vergleich überzeugt HeyGen mit Unterstützung für 175+ Sprachen und Dialekte, besonders für globale Zielgruppen. Die Echtzeit-Übersetzung ist dabei besonders stark: Inhalt in einer Sprache erzeugen, automatisch in Dutzende weitere übersetzen lassen, mit natürlicher Lippensynchronität.

Die Avatar-Qualität hat sich deutlich verbessert. Laut HeyGens Blog ist Avatar IV ein großer Sprung beim Realismus. Diese Avatare bieten ausgefeilte Animationen auf Motion-Capture-Basis, natürliche Augenbewegungen und flüssige Handgesten.

HeyGen bietet Funktionen, die Synthesia nicht hat: sprechende Fotos (ein Standbild animieren) und Funktionen zum Gesichtstausch. Für Social-Inhalte und kreatives Marketing eröffnet das zusätzliche Möglichkeiten.

Was HeyGen nicht gut kann:

Funktionen für Unternehmenssteuerung liegen hinter Synthesia. Wenn du SOC 2 brauchst, detaillierte Zugriffskontrollen und Prüfprotokolle, kann HeyGen an deine Anforderungen stoßen.

Die Avatar-Bibliothek ist kleiner. Rund 100 Optionen gegenüber Synthesias 230+. Für Organisationen, die viele Videos mit vielfältiger Repräsentation brauchen, ist das relevant.

Preise:

Laut Preisrecherche startet HeyGen bei $24/Monat und bietet eine kostenlose Stufe (begrenzte Credits, Exporte mit Wasserzeichen). Bezahlte Pläne beginnen für Kreative bei etwa $29/Monat.

Welche Avatar-Plattform?

Für Schulung und Weiterbildung im Unternehmen: Synthesia. Sicherheit, Regelkonformität und die kommende Video-Agents-Funktion machen es zur Standardwahl in Unternehmensumgebungen.

Für Marketinginhalte und Social: HeyGen. Schnellere Iteration, mehr kreative Funktionen, bessere Sprachfähigkeiten. Die Gratis-Stufe lässt dich testen, bevor du dich festlegst.

Für stark regulierte Branchen: Synthesia. Dass Fortune-100-Unternehmen darauf setzen und SOC 2 ein Thema ist, ist nicht nur Marketing. Das sind Anforderungen.

Generatives Video: das neue Neuland

Avatar-Plattformen erzeugen Sprechköpfe. Generative Video-Plattformen erzeugen cineastischen Inhalt aus Anweisungen. Andere Werkzeugkategorie, andere Anwendungsfälle.

Google Veo: Spitzenreiter bei der Qualität

Laut Gleans Umfrage unter Marketingfachleuten sticht Google Veo 2025 heraus, weil es die realistischsten, stabilsten und cineastischsten KI-Videos produziert. Die Algorithmen sind stark bei Physiksimulation, Licht und weichen Kamerabewegungen.

Marketingfachleute sagen es konkret so: “VEO is probably the one that we use the most in that it just is incredibly robust.”

Preise: Teil von Google AI Pro für $19.99/Monat, mit 1.000 Credits und Ausgabe mit Wasserzeichen.

Runway Gen-4

Runway treibt generatives Video aggressiv voran. Laut Branchenanalyse gelten Veo 3 und Runway Gen-4 aktuell als die besten generativen KI-Video-Ersteller.

Runway 4.5 hat seit Dezember 2025 Mehrfach-Einstellungen und Audio-Generierung ergänzt. Die Fähigkeit, Konsistenz über mehrere Einstellungen hinweg zu halten, adressiert eine zentrale Schwäche früherer generativer Videos.

Preise: Abo-Stufen von $15-95/Monat, je nach Funktionen und Generationslimits.

Praktische Anwendungsfälle für generatives Video

Generatives Video ist besser für:

  • B-Roll-Material ohne Lizenzkosten
  • Abstrakte Markenvideos und Stimmungsmaterial
  • Social-Inhalte, die keine Sprechköpfe brauchen
  • Konzeptvisualisierung, um Entscheider abzuholen

Noch nicht geeignet für:

  • Präzise Produktdemos
  • Inhalte, die ein Skript exakt liefern müssen
  • Alles, bei dem Genauigkeit wichtiger ist als Ästhetik

Budget-Optionen, die man kennen sollte

CapCut

Laut SuperScales Guide bietet CapCut die umfassendsten Gratis-Funktionen für Social-Media-Inhalte. Automatische Untertitel, Hintergrundentfernung und Text-zu-Sprache ohne Wasserzeichen bei den meisten Exporten.

Für Teams, die gerade erst mit KI-Video anfangen, deckt CapCuts Gratis-Stufe die Basics ab.

InVideo AI

InVideo automatisiert Videoerstellung für Social Media und Marketing. Gib eine Anweisung ein, und du bekommst ein Video inklusive Skript, Bildmaterial und Sprecherstimme. Laut StoryChief produziert es sofort Entwürfe, die für Social-Plattformen bereit sind, mit mehrsprachiger Unterstützung.

Gut für Social-Inhalte in hohem Volumen, bei denen Tempo wichtiger ist als Feinschliff.

Pictory

Pictory macht aus vorhandenem Material Video. Webinare werden zu Highlight-Clips. Blogartikel werden zu Video-Zusammenfassungen. Laut derselben Analyse ist es ein Automatisierungs-Kraftpaket fürs Inhaltsmarketing, mit automatischen Untertiteln und Szenenextraktion.

Am besten für Teams, die viel vorhandenen Inhalt wiederverwerten wollen.

Die ROI-Frage

Lohnt sich KI-Video fürs Marketing?

Laut Branchenzahlen steigert Videoinhalt die Conversion-Raten bei Unternehmen, die Videomarketing nutzen, um 34 %, mit bis zu 80 % Zuwachs auf E-Commerce-Websites.

Die praktische Rechnung: Was kostet dich Videoproduktion heute, und was würde sie mit KI-Werkzeugen kosten?

Ein klassisches Sprechkopf-Video braucht: Talent, Ausrüstung, Drehort, Schnittzeit. Ein KI-Avatar-Video braucht: Skript und ein Abo.

Für interne Kommunikation in hohem Volumen, Schulungsinhalte oder mehrsprachige Kampagnen ist der Kostenunterschied groß. Für gelegentliche Leitvideos, bei denen Qualität oberste Priorität hat, kann klassische Produktion weiterhin gewinnen.

Dein Video-Werkzeugset

Die meisten Marketingteams nutzen am Ende mehrere Werkzeuge für unterschiedliche Zwecke:

Avatar-Plattform (Synthesia oder HeyGen): Für Sprechkopf-Inhalte, Schulungsvideos und personalisierte Nachrichten.

Generative Plattform (Veo oder Runway): Für B-Roll, Stimmungsmaterial und kreative Social-Beiträge.

Schnittprogramm (CapCut oder Premiere): Zum Polieren und Kombinieren KI-generierter Elemente mit anderem Material.

Umnutzungswerkzeug (Pictory): Um Langform-Inhalt in kurze Clips zu verwandeln.

Laut SuperScale geben Startups in der Frühphase typischerweise $50-100/Monat für Video-Werkzeuge aus. Wachstumsunternehmen liegen bei $200-500/Monat für ein komplettes Paket.

Was als Nächstes kommt

Die Lücke zwischen KI-generiertem und klassischem Video wird schnell kleiner. Funktionen, auf die du 2026 achten solltest:

Interaktives Video: Synthesias Video Agents sind die erste mainstream-taugliche Umsetzung. Rechne damit, dass andere nachziehen. Videos, die auf Zuschauende reagieren, verändern das Medium grundsätzlich.

Konsistente Figuren: Generatives Video hat aktuell Probleme, Figuren über mehrere Einstellungen hinweg konsistent zu halten. Es entstehen Lösungen, die KI-Video für erzählerischen Inhalt deutlich brauchbarer machen.

Echtzeit-Generierung: Erste Beispiele für nahezu Echtzeit-Generierung gibt es bereits. Wenn das reift, wird Live-Personalisierung möglich.

Das Fazit

Für die meisten Marketingteams ist der praktische Startpunkt eine Avatar-Plattform plus ein Umnutzungswerkzeug. HeyGen für Flexibilität und Kosteneffizienz, oder Synthesia für Unternehmensanforderungen. Ergänze Pictory oder Ähnliches, um vorhandenen Inhalt in Videobausteine zu verwandeln.

Generatives Video (Veo, Runway) lohnt sich fürs Ausprobieren bei kreativen Projekten, aber es ist noch nicht so weit, klassische Produktion für präzise, kontrollierte Inhalte zu ersetzen.

Die Technik bewegt sich schnell. Werkzeuge, die heute noch experimentell wirken, sind nächstes Jahr Grundausstattung. Starte mit dem, was deine unmittelbaren Bedürfnisse abdeckt, und plane, dein Werkzeugset auszubauen, wenn die Kategorie reifer wird.

Für mehr KI-Werkzeugvergleiche, siehe unsere Guides zu KI-Bildgenerierung und KI-Schreibwerkzeugen.

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